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Allergie: Wenn die Leibgarde verrückt spielt

Wenn unser körpereigenes Abwehrsystem überempfindlich reagiert, können unter anderem Heuschnupfen, Lebensmittelallergien oder Asthma die Folge sein


Ein Berg durchnässter Taschentücher, Verzweiflung im Blick: Alltag für viele Pollenallergiker

Viele Menschen kennen es aus eigener Erfahrung: Die Nase läuft, die Augen jucken und Niesattacken gehören zum Alltag. Laut dem Spezialbericht Allergien, herausgegeben vom statistischen Bundesamt, leiden nach eigenen Angaben etwa 13 bis 24 Prozent der Deutschen unter den Symptomen eines allergischen Schnupfens, der umgangssprachlich auch als Heuschnupfen bezeichnet wird.

Heuschnupfen ist jedoch nicht das einzige allergisch bedingte Krankheitsbild. Das Spektrum reicht von Hautausschlägen und Kontaktekzemen über Lebensmittelallergien bis hin zu allergischem Asthma.

Der Stoff, auf den der Körper überempfindlich reagiert, das sogenannte Allergen, kann äußerst verschieden sein. Es gibt Allergien gegen Pollen, den Kot von Hausstaubmilben, Tierhaare, Nahrungsmittelbestandteile wie Erdnüsse, Hühnerei oder Kuhmilch, aber auch gegen Nickel, Latex oder bestimmte Farbstoffe und Medikamente.


Besteht der Verdacht auf eine Allergie, so kann diese Vermutung mit bestimmten Diagnoseverfahren bestätigt und die Auslöser der allergischen Reaktion ermittelt werden. Der Betroffene kann diese Auslöser dann gezielt meiden oder, falls dies nicht möglich ist, eine entsprechende Therapie beginnen. Diese besteht zum Beispiel aus Medikamenten, welche die Symptome der allergischen Reaktion lindern. Manchmal ist auch eine sogenannte Hyposensibilisierung sinnvoll, mit welcher der Körper langsam an das jeweilige Allergen gewöhnt werden soll, so dass er bei erneutem Kontakt nicht mehr überreagiert.

Die Bereitschaft, eine bestimmte allergische Erkrankungen zu entwickeln ist zum Teil erblich veranlagt. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Atopie. Atopische Krankheiten treten oft gehäuft in einer Familie auf; dazu gehören insbesondere allergisches Asthma, Neurodermitis und Heuschnupfen.

Umgekehrt kann das Risiko, eine Allergie zu bekommen, teilweise mit bestimmten vorbeugenden Maßnahmen gesenkt werden. Mehr über die Vorbeugung von Allergien, die Linderung von Allergie-Symptomen sowie über einzelne allergische Krankheitsbilder erfahren Sie über die Links auf dieser Seite.



Quiz – Testen Sie Ihr Wissen


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www.apotheken-umschau.de; 14.11.2005, aktualisiert am 18.02.2011
Bildnachweis: Banana Stock/ RYF

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