tiefe Entzündung des Haarbalges mit zentraler eitriger Einschmelzung. Der Furunkel ist bedingt durch eine bakterielle Infektion, meist mit Staphylokokken.
Befund: Aus einer rahmig gelben Pustel entsteht ein druckschmerzhafter, entzündlich geröteter Knoten, dessen Umgebung oft geschwollen ist. Leichtes Fieber und schmerzhafte Lymphknoten können bestehen. Furunkel kommen besonders im Bereich von Nacken, Gesicht, Achselhöhlen, Gesäß, Armen und Beinen sowie im äußeren Gehörgang vor. Sie können rezidivierend (wiederkehrend) oder kontinuierlich (ständig) an verschiedenen Körperteilen über Jahre hinweg auftreten (Furunkulose). Als Komplikation kann sich aus einem Furunkel ein Karbunkel entwickeln.
Behandlung: Bei unreifen Furunkeln kann die Behandlung mit feuchten Umschlägen und Zugsalbe erfolgen, um die Reifung des Furunkels zu fördern. Ein reifer Furunkel mit flüssigem Eiter wird vom Arzt eröffnet. Anschließend werden Mullstreifen, die mit desinfizierenden Substanzen getränkt sind, eingelegt. Bei den besonders gefährlichen Furunkeln im Gesichtsbereich ist die Einnahme von Antibiotika erforderlich.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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