meist gutartiger, von den Hirnhäuten (Meningen) ausgehender Hirntumor. Das Meningeom zeigt ein langsames und verdrängendes Wachstum und tritt erst ab dem 40. Lebensjahr gehäuft auf. Ein Leptomeningeom geht von der weichen Hirnhaut (Leptomeninx) aus.
Befund: Die Krankheitszeichen variieren stark in Abhängigkeit von der Lage des Tumors. So führen die häufigen, im Bereich der Geruchsnervenrinne (Olfaktoriusmeningeom) gelegenen Meningeome zu einer Halbseitenblindheit (Hemianopsie, Gesichtsfeldausfall) auf beiden Augen, die durch Druck auf die Sehnervenkreuzung (Chiasma opticum) zustande kommt. Die ebenfalls nicht seltenen Keilbeinflügelmeningeome rufen früh Schläfenkopfschmerz und evtl. ein Hervorquellen des Augapfels (Exophthalmus) hervor. Oft verursachen Meningeome auch über lange Zeit gar keine Symptome. Sie können sich zunächst in einer kaum merklichen Wesensveränderung und erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium durch epileptische Krampfanfälle äußern. Zur Diagnose wird die Computertomografie eingesetzt.
Behandlung: In einer neurochirurgischen Operation wird eine möglichst vollständige Entfernung des Tumors angestrebt, z. T. muss sich der Kranke anschließend einer Strahlentherapie unterziehen. Nach erfolgreicher Operation ist ein langjähriges Überleben oder sogar eine Heilung möglich.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung